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28.05.2019

Spina bifida – was ist das?

Der Fachausdruck steht für offener Rücken oder Neuralrohrdefekt

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Was dies bedeutet und wie man dieser Fehlbildung entgegen wirken kann, lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

Die ersten Schwangerschaftswochen sind enorm wichtig

Zu Beginn der Schwangerschaft, bereits um den 18. Tag nach der Befruchtung, bildet sich auf der Rückseite des Embryos die Neuralplatte- das Gewebe, aus dem sich später das Nervensystem entwickelt. Daraus entsteht ein Rohr welches sich im Normalfall am 24/25.Tag komplett schliesst. Wenn der Verschluss unvollständig bleibt, kommt das Kind mit einer Spina bifida (Neuralrohrdefekt) am Rücken zur Welt. Trotz sofortiger Operation nach der Geburt, bleiben Kinder unterhalb dieses Defekts mehrheitlich gelähmt. Sie sind also ein Leben lang auf den Rollstuhl angewiesen

Folsäure spielt bei der Verschliessung des Neuralrohrs eine wichtige Rolle

Je höher der Folsäuregehalt im Blut der Mutter ist, desto tiefer ist das Risiko für eine Fehlbildung. Es empfiehlt sich also eine Folsäure Einnahme schon vor der Befruchtung. Am Besten nach Absetzen der Pille oder sobald Sie den Kinderwunsch umsetzen wollen. Ideal sollte jede Frau mit Kinderwunsch 3 Monate vor der Schwangerschaft mit der Folsäure-Prophylaxe beginnen. Empfohlen werden 0.4mg zusätzliche Folsäure pro Tag, in Form von Tabletten, bis zur 12. Schwangerschaftswoche
All diese Erkenntnisse stammen aus Studien mit Frauen und Schwangeren, welche vor der Jahrtausendwende in Europa und China durchgeführt wurden.

Folsäure verhütet weitere Fehlbildungen

Die Wirksamkeit von Folsäure bei weiteren Fehlbildungen ist weniger einfach zu belegen als bei Spina bifida. Dies aus dem Grund, dass einige Fehlbildungen bei der Geburt noch nicht erkennbar sind und erst später, wenn das Kind schon einige Jahr alt ist, erkannt werden. Hierzu zählen zB. angeborene Herzfehler und Missbildungen der Harnwege.
In den oben erwähnten Studien konzentrierte man sich auf Spina bifida, entdeckte aber eher zufällig, dass mit Folsäure weitere Fehlbildungen verhindert werden können.
Einige Resultate dieser Studien zeigen, dass mit einer Folsäureprophylaxe mögliche Fehlbildungen verhindert werden können:
Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten: bis zu 65%
Angeborene Herzfehler: 35%-53%
Fehlbildungen der Harnwege: 78%-83%
Kindliche Leukämie: bis 60%

Als Schlussfolgerung all dieser Erkenntnisse können wir nochmals betonen:
Ideal sollte jede Frau mit Kinderwunsch 3 Monate vor der Schwangerschaft mit der Folsäure-Prophylaxe beginnen, damit für Ihr Kind ein guter Start ins Leben möglich ist.

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